Was sind Freiwilligendienste?

 

Das Deutsche Rote Kreuz ist der größte Träger für Freiwilligendienste in Deutschland. Sie haben die Wahl – für Sie steht eine Vielzahl an unterschiedlichen Einsatzstellen zur Verfügung, die je nach Begabung und Interesse unterschiedliche Chancen für Ihre persönliche und berufliche Entwicklung eröffnet. Dabei stehen wir allen Interessierten von Anfang an zur Seite. Wir helfen, eine optimale Stelle zu finden und bereiten auf den Einsatz vor. Wir informieren über Ihr künftiges Engagement und geben Ihnen bei den ersten Schritten Richtung Freiwilligendienst Hilfestellungen. In unseren Bildungsseminaren haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Freiwilligen auszutauschen und neue Kompetenzen zu erlangen. Es wird unterschieden zwischen dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Das Freiwillige Soziale Jahr

Das FSJ ist ein soziales Bildungs- und Orientierungsjahr, welches bereits seit 1997 bei uns absolviert werden kann und sich an alle jungen Menschen zwischen 15 und 27 Jahren richtet, die sich im sozialen Bereich engagieren und neue Erfahrungen sammeln möchten. Im DRK Landesverband Niedersachsen e. V. engagieren sich derzeit pro Jahr bereits mehr als 450 junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr in Pflegeeinrichtungen, dem Rettungsdienst und im Rahmen von Kinderbetreuungsangeboten. Eine wichtige Säule des FSJ ist die pädagogische Begleitung. Diese umfasst nicht nur die Anleitung durch Fachkräfte in den Einsatzstellen, sondern auch die Durchführung von Bildungsseminaren. Rechtsgrundlage für die Durchführung des FSJ ist seit dem 01.06.2008 das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG).

Der Bundesfreiwilligendienst

Auf Grund des wegfallenden Zivildienstes wurde 2011 der Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Im Gegensatz zum Zivildienst beruht der BFD auf einer freiwilligen Entscheidung, etwas für die Gesellschaft zu tun. Der BFD soll darüber hinaus die bestehenden Angebote im FSJ-Bereich ergänzen und unterstützen. Auch wenn der BFD den Zivildienst ersetzen soll, richtet sich die Ausgestaltung im Wesentlichen nach den gesetzlichen Grundlagen im FSJ. Ein Unterschied besteht in den vertraglichen und organisatorischen Regelungen. Der Bundesfreiwilligendienst ist geregelt im Bundesfreiwilligendienstgesetz. Ähnlich wie im FSJ gibt es ein Taschen- und Verpflegungsgeld.

Worin unterscheiden sich BFD und FSJ?

  FSJ BFD BFD 27 +
Alter i.d.R. ab 16 Jahre (Vollendung der Vollzeitschulpflicht) bis 27 Jahre. i.d.R. ab 16 Jahre (Vollendung der Vollzeitschulpflicht) bis 27 Jahre Ab 27 Jahre bis ohne Altersgrenze
Umfang Vollzeit, 6 – 18 Monate, in Ausnahmefällen 24 Monate Vollzeit, 6 – 18 Monate, in Ausnahmefällen 24 Monate Teil –oder Vollzeit, 6 – 18 Monate, in Ausnahmefällen 24 Monate
Beginn i.d.R. zum 01. August oder 01. September, aber auch individuell verhandelbar i.d.R. zum 01. August oder 01. September, aber auch individuell verhandelbar Das ganze Jahr über
Taschengeld Die Freiwilligen erhalten ein Taschen- und Verpflegungsgeld Die Freiwilligen erhalten ein Taschen- und Verpflegungsgeld Die Freiwilligen erhalten ein Taschen- und Verpflegungsgeld
Versicherung Freiwillige werden während ihres Dienstes kranken-, renten- und unfallversichert Freiwillige werden während ihres Dienstes kranken-, renten- und unfallversichert Freiwillige werden während ihres Dienstes kranken-, renten- und unfallversichert
Kindergeld Kindergeldanspruch besteht Kindergeldanspruch besteht Nein
Pädagogische Begleitung Freiwillige besuchen 25 Seminartage (Veranstaltet vom DRK LV Niedersachen e.V.) Freiwillige besuchen 25 Seminartage, davon mind. 5 an den staatlichen Bildungszentren und 20 veranstaltet vom DRK LV Niedersachsen e.V.) Pro Einsatzmonat besuchen die Freiwilligen ein Bildungstag (i.d.R. 12 Seminartage, veranstaltet vom DRK LV Niedersachsen e.V.)
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