BFD: Das Wichtigste von A-Z

Alter
Den Bundesfreiwilligendienst (BFD) können Männer und Frauen jeden Alters absolvieren. Sie müssen nur ihre Vollschulpflicht erfüllt haben.
 
Anfangszeit
Ein Freiwilligendienst beim DRK kann jederzeit begonnen werden. In der Regel starten die Freiwilligendienste im Sommer eines jeden Jahres.

Arbeitszeit
Die Arbeitszeit richtet sich nach der Regelarbeitszeit einer Vollzeittätigkeit in der Einsatzstelle. Manche Einsatzstellen erfordern Wochenend-, Nacht- oder Spätdienste. 
Freiwillige über 27 Jahren können am BFD auch in Teilzeit ab 20 Stunden teilnehmen.

Ausbildung
Der BFD gilt nicht als Berufsausbildung. Der Dienst kann aber die Bewerbungschancen erheblich verbessern. Häufig wird der BFD auch als Vorpraktikum anerkannt und bei der Studienplatzvergabe vorteilhaft berücksichtigt.

Arbeitslosengeld II
Als ALG II-Empfänger können Sie grundsätzlich am BFD teilnehmen. Während eines BFDs sind ALG II-Bezieher nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen. Bis auf einen Selbstbehalt von 175 EUR wird das Entgelt auf ALG II angerechnet.
Darüber hinaus kann ein volljähriger ALG II-Empfänger einen Beitrag von 30 EUR monatlich als Beitrag zur privaten Versicherung absetzen.

Bewerbung
Sie können sich direkt über das Online Bewerbungsformular auf dieser Homepage bewerben. Alternativ kann der Bewerbungsbogen heruntergeladen und ausgefüllt per Post oder E-Mail, zusammen mit einem Lebenslauf und einem Lichtbild, an uns versandt werden.

Dauer
Der BFD dauert in der Regel 12 Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. Unter besonderen Voraussetzungen ist auch ein Einsatz von bis zu 24 Monaten möglich.

Einsatzstellen
Wir vermitteln je nach Interesse in unterschiedlichen Bereichen Einsatzstellen, wie beispielsweise: Betreuung von Menschen mit Behinderung, Blutspendedienst, Fahrdienst, Kinder- und Jugendarbeit, Krankenhaus, Mobiler Sozialer Dienst, Rettungsdienst, Schule, Seniorenhilfe, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltschutz oder Flüchtlingshilfe.

Fahrtkosten
Freiwillige erhalten einen Ausweis, der sie –  wie ein Auszubildender – zu ermäßigten Fahrtkosten berechtigt. Teilweise gibt es auch Ermäßigungen in Kinos oder Schwimmbädern etc. – das Nachfragen lohnt sich!

Fachhochschulreife
Manche Bundesländer erkennen den BFD in Verbindung mit dem vollendeten 12. Schuljahr als Fachhochschulreife an.

Kindergeld
Während des BFD bleibt der Kindergeldanspruch für Freiwillige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen.

Pädagogische Begleitung & Seminare
Den Freiwilligen stehen nicht nur die qualifizierten Mitarbeiter der Einsatzstellen vor Ort mit Rat und Tat zur Seite, auch die pädagogischen Mitarbeiter beim DRK Landesverband in Hannover beraten ihre Freiwilligen in allen Belangen rund um die Arbeit. Die Freiwilligendienste werden von pädagogischen Seminaren begleitet, die in der Regel 25 Tage umfassen. Über 27-jährige BFDler besuchen 12 Seminartage. Die Seminare vermitteln soziale, persönliche, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen und informieren über die Einsatzfelder. Sie führen generell in den Freiwilligendienst beim DRK ein und geben einen Überblick über die Rotkreuzbewegung. Darüber hinaus bieten die Seminare die Möglichkeit, andere Freiwillige kennenzulernen und sich mit ihnen über die Praxiserfahrungen auszutauschen.

Praktikum
Der BFD wird auf einige sozialpflegerische und pädagogische Ausbildungen als Vorpraktikum angerechnet.

Sozialversicherung
Für die Dauer des Einsatzes werden die Freiwilligen Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Studienplatz
Je nach Hochschule kann der BFD auch als Wartezeit auf einen Studienplatz  anerkannt werden und ggf. als Vorpraktikum geltend gemacht werden. Ob und in welchem Umfang, bitte bei der jeweiligen Hochschule erfragen.

Taschengeld
Freiwillige erhalten von den Trägern ein monatliches Taschengeld. Wie hoch dieses ausfällt erfahren Sie auf Nachfrage bei den Einsatzstellen.

Urlaub
Während des Freiwilligendienstes besteht bei einer Vollzeittätigkeit ein Urlaubsanspruch von mindestens  24 Werktagen oder 20 Arbeitstagen. Wird die Dauer des Dienstes verkürzt, so verringert sich auch der Urlaubsanspruch. In allen Fällen gelten die einschlägigen Arbeitsschutzbestimmungen; für Jugendliche die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Zeugnisse
Die Einsatzstelle stellt jedem Freiwilligen ein individuelles Zeugnis sowie eine Dienstzeitbescheinigung über den geleisteten Dienst zum Ende des BFD aus. Es dokumentiert das soziale Engagement, die Leistungsbereitschaft und die erworbenen Fähigkeiten und erhöht damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Bitte auf die Karte klicken. Hier finden Sie die Stellen zu den Freiwilligendiensten in Niedersachsen!